Der Weg zur perfekten Espresso Crema

Ambitionierte Küchenenthusiasten wissen, dass das Auge mitisst. So (oder so ähnlich) verhält es sich auch beim Espresso. Eine perfekte Crema sagt oft schon viel über den Espresso und das, was deine Geschmacksnerven erwartet, aus.

Wir erklären dir mit fünf einfachen Regeln, wie du deine Crema auf das nächste Level bringst, dein Espresso hübscher aussieht und mit großer Wahrscheinlichkeit auch besser schmeckt.

Was macht eine gute Crema aus?

Die perfekte Espresso Crema besteht aus winzigsten Karbondioxid Bläschen innerhalb eines Films aus Zuckern, Ölen und Fetten. Die Crema sollte aus dunkel- bis Haselnuss-braunem Schaum mit einer feinen Textur bestehen. Der Test ist denkbar einfach: Neige die Tasse um 45° und beobachte die Crema. Wenn die Crema beim Wiederaufrichten so aussieht wie vorher, ist sie perfekt – sollte die Crema allerdings „brechen“ und an den Rändern kleben bleiben, ist irgendetwas (wortwörtlich) schiefgelaufen.

Die 5 goldenen Regeln zur perfekten Espresso Crema

  1. Nutze ausschließlich frische Bohnen

In einer perfekten Welt ist der Röstvorgang der Bohnen nicht länger als 24 Stunden her. In einer normalen Welt solltest du darauf achten, deine Bohnen nicht all zu lange zu lagern und sie luftdicht aufzubewahren. Solltest du nur wenige Kaffeebohnen verbrauchen, ist es auch ratsam, nur zu kleineren Mengen – anstatt zu dem üppigen 1 kg Paket – zu greifen.

Je frischer die Bohnen sind, desto leckerer wird nicht nur dein Espresso; die Crema wird ebenfalls besser. Das liegt vor allem daran, dass die Bohnen mit der Zeit immer stärker oxidieren und dadurch Schaden nehmen.

  1. Nutze die beste Espressomaschine, die du finden kannst

Optimalerweise nutzt du eine Pumpmaschine, welche mit einem Druck von 9 bar das Wasser durch den Kaffeesatz feuert und zudem noch eine Temperatur von 90° bis 100° Celsius aufrechthalten kann. Natürlich kosten diese Maschinen meist 200 Euro oder gar mehr – der Unterschied ist dennoch verblüffend. Wenn du zufällig keine 200 Euro hast, die du in eine Espressomaschine investieren willst, tut es natürlich auch eine günstigere Maschine oder ein Kaffeevollautomat. Wenn du allerdings auf der Suche nach dem perfekten Espresso bist, solltest du nach den oben genannten Werten Ausschau halten.

  1. Vergiss das Stopfen nicht!

Deinen Kaffee zu Stopfen spielt eine zentrale Rolle, wenn es um die perfekte Crema geht. Doch wie fest solltest du ihn stopfen? Die Richtlinie ist eine Kraft von 13,5 kg. Doch wie fest sind 13,5 kg? Ein einfacher, aber genialer Trick: schnapp‘ dir eine Küchenwage und drücke so fest (oder sanft) drauf, bis die Waage sich bei 13,5 kg einpendelt. Wiederholst du diese Prozedur einige Male, entwickelst du schnell ein Gefühl dafür, wie stark du das Kaffeepulver stopfen musst, damit deine Crema perfekt wird.

  1. Der Mahlgrad macht’s

Hier wird es schon etwas abstrakter. Dass der Mahlgrad zu einem homogenen, gleichmäßigen Pulver führen sollte, ist dir bestimmt schon bekannt. Doch wie fein oder grob muss das braune Gold nun sein? Bei richtigem Druck (erinnere dich an die 13,5 kg) sollte dein Espresso-Shot in etwa 25 Sekunden durchgelaufen sein. Sollte es länger dauern, ist dein Pulver zu fein, wenn es schneller geht, ist das Pulver zu grob. So kannst du dich mit jedem weiteren Shot an den perfekten Mahlgrad herantasten.

  1. Nutze frisches Wasser!

Espresso besteht aus Wasser. Viel Wasser. Was einigen bestimmt schon glasklar ist, haben manche von euch bestimmt noch nie probiert – anderes Wasser zu nutzen. Nicht jeder hat das Privileg, reines, „weiches“ Wasser aus dem Wasserhahn schöpfen zu können. Vor allem in Altbauhäusern ist es oft der Fall, dass das Wasser „hart“ ist und einen hohen pH-Wert aufweist. Abhilfe schaffen oft Wasserfilter – doch es geht auch einfacher. Stilles Wasser aus dem Super- oder Getränkemarkt kann oft Wunder bewirken. Wenn du deinen Espresso mit dem besten, dir verfügbaren, Wasser zubereitest, schmeckt er nicht nur besser – die Crema wird dichter, elastischer und macht Lust auf den nächsten Espresso.