Der perfekte Espresso mit deiner French Press

Es gibt keinen besseren Kickstart in den Tag als den morgendlichen Espresso. Zum Glück brauchst du dafür keine teuren Maschinen oder jahrelange Erfahrung. Du kannst unglaublich köstlichen Espresso mit einem kleinen Helfer brühen, der vermutlich ohnehin fester Bestandteil deiner Küche ist: der French Press. Zusätzlich natürlich Espressobohnen und etwas Wasser.

Die Unterschiede zur traditionellen Methode

Traditioneller Espresso steht wortwörtlich unter Druck. Heißes Wasser wird durch dicht gepressten, sehr fein gemahlenes Kaffeepulver mit einem Druck von mindestens neun bar gedrückt. Zur Veranschaulichung: das ist neun Mal so hoch wie der atmosphärische Druck, der auf dem Meeresspiegel herrscht. Natürlich kannst du solche Kräfte (vermutlich) nicht mit einer French Press aufbringen. Sei dir also klar darüber, dass du mit der French Press Methode keinen 100% authentischen Espresso herstellen kannst. Was du allerdings erwarten kannst: starken, dunklen, weichen und vor allem aromatischen Espresso.

Wie du den Espresso zubereitest

  1. Bereite deine French Press vor

Beginne, indem du den Deckel und den Filter entfernst. Der Filter sollte bis an den Deckel hochgedrückt werden.

  1. Koche das Wasser

Gib Wasser in den Wasserkocher. Es sollte knapp vor dem Siedepunkt, etwa bei 90° Celsius sein, wenn du es in deine French Press gießt. Ein einfacher Trick: Lasse das Wasser erhitzen bis es kocht und lasse es anschließend für ca. 30 Sekunden stehen.

  1. Erwärme das Glas

Glas und Hitze vertragen sich meist nur sehr langsam. Damit dein Glas nicht plötzlich zerspringt, gib etwas warmes Wasser in das Glas und lasse es für einige Minuten stehen. Somit ist es in gewisser Weise auf den heißen Espresso-Shot vorbereitet (und du musst kein neues Glas kaufen).

  1. Mahle die Bohnen

Hier liegt der Knackpunkt. Traditioneller Espresso erfordert einen sehr feinen Mahlgrad, dieser ist allerdings Gift für deine French Press, da er einfach durch den Filter gelangen könnte. Hier ist etwas Experimentieren angesagt. Versuche die Espressobohnen zwar fein, jedoch nicht zu fein zu mahlen. Für den Anfang empfehlen wir dir einen Medium-feinen Mahlgrad.

  1. Wiege die Bohnen

Um die berühmte Espressostärke zu erlangen, sollte das Kaffee zu Wasser Verhältnis bei 2:1 liegen. Das sind in etwa 2 Esslöffel Pulver auf 1 kleines Glas Wasser.

  1. Lasse den Kaffee ziehen

Gib etwas heißes Wasser auf die Bohnen, am besten in kreisender Bewegung. Warte einige Sekunden und erlaube es dem Kaffee, seine köstlichen Öle und Aromen zu entfalten. Anschließend gibst du den Rest des Wassers hinzu.

  1. Brühe den Espresso

Hebe den Filter etwas an und brühe den Espresso für drei bis vier Minuten. Wenn du es stark magst, kannst du ihn ruhig etwas länger ziehen lassen. Doch Vorsicht – wenn du zu hochmütig wirst, kann dein Espresso sehr bitter werden.

  1. Filtern und genießen

Wenn dein Espresso den perfekten Brühpunkt erreicht hat, drückst du den Filter bis zur Hälfte herunter. Anschließend ziehst du ihn wieder hoch und drückst ihn bis zum Boden herunter. Dadurch entsteht eine feine Schaumschicht, wie du sie vom traditionellen Espresso kennst. Gib den Espresso nun in ein Glas und genieße ihn anschließend.