Was ist weißer Kaffee?

Es ist nicht nur ein weiter verrückter neuer Trend, es gibt tatsächlich einige interessanten Fakten über weißen Kaffee – doch was ist er wirklich? Wir erklären dir, wie Kaffee eigentlich weiß sein kann und was diese mysteriöse Bohne mit sich bringt.

Was macht weißen Kaffee weiß?

Diese Frage ist erstmal völlig legitim – wie der Kaffeeenthusiast weiß, beginnt das Leben einer Kaffeebohne in einem grünen Farbton, welcher sich während des Röstens verdunkelt, für gewöhnlich bis zum heißgeliebten, dunklen Braunton. Wie kann der Kaffee also weiß werden?
Es handelt sich hierbei glücklicherweise um kein Hexenwerk (und noch wichtiger: nicht um fragwürdige chemische Prozesse).Während des Röstens lässt sich beobachten, dass Kaffeebohnen für eine sehr kurze Zeit einen hellen Farbton annehmen. Erst im weiteren Prozess werden die Bohnen dunkler. Wenn die Kaffeebohnen allerdings mit sehr niedriger Temperatur geröstet werden, können sie ihre verführerische weiße Farbe beibehalten.

Es geht also nicht bloß um die Farbe – durch den speziellen Röstvorgang ergibt sich ein sehr spezieller, fast einzigartiger Mix aus Koffeingehalt und Aroma.

Hat weißer Kaffee mehr Koffein?

Tatsächlich ist dem so. Weißer Kaffee hat aufgrund der niedrigen Temperaturen während der Röstung einen höheren Koffeingehalt. Dennoch ist der höhere Koffeingehalt mit Vorsicht zu genießen. Während weißer Kaffee oft mit „50% mehr Koffein“ vermarktet wird, sind es meist nur rund 5% mehr Koffein als in herkömmlichen Röstungen. Dieser kleine Unterschied kann also vernachlässigt werden.

Weißer Kaffee ist kein neumodischer Energy Drink 2.0 – auch wenn er von manchen Herstellern als solcher vermarktet wird. Viel mehr solltest du weißen Kaffee ausprobieren, um sein Geschmacksprofil kennenzulernen.

Wonach schmeckt weißer Kaffee?

Weil all die verschiedenen Geschmackskomponenten im Kaffee während unterschiedlicher Röststadien hervorgebracht werden, kannst du von weißem Kaffee eine ähnliche Vielfalt wie bei den dunkleren Bohnen erwarten. Leichtere Röstungen stehen in der Regel für einen leichteren und fruchtigeren Geschmack. Ähnlich verhält es sich beim weißen Kaffee – dieser kann mit einer super-leichten Röstung verglichen werden. Er ist geschmacklich sehr klar und bringt einen köstlichen Säuregeschmack zum Vorschein. Von Bitterkeit ist hier keine Spur zu finden. Zusätzlich schmeckt die helle Bohne überraschend nussig. Das ist mit die aufregendste Geschmackskomponente des hellen Kaffees; und das ist keine Untertreibung. Die Geschmackspalette reicht von Mandel bis hin zu Walnuss.

Fazit

Weißer Kaffee ist natürlich weiß. Weder werden die Bohnen künstlich aufgehellt, noch ist es ein fragwürdiger chemischer Prozess, der die Bohne weiß macht. Auch wenn die hellen Bohnen einen etwas höheren Koffeingehalt haben, ist dieser für einen Normalsterblichen kaum (bis gar nicht) erkennbar. Wieso du weißen Kaffee dennoch probieren solltest, liegt auf der Hand: der Geschmack! Wenn du Fan von nussigem und leichtem Kaffee bist und dir das Wort bitter ein Fremdwort ist, könntest du hier definitiv auf deinen Geschmack kommen!