Instantkaffee vs. Gemahlener Kaffee

Es ist kein Geheimnis, dass viele Menschen vermehrt zu Instantkaffee greifen. Morgens muss es meist schnell gehen, es bleibt nur wenig Zeit dafür, erst Bohnen zu mahlen, diese noch in einer French Press mit dem vorher gekochten Wasser aufzubereiten und bestenfalls noch etwas ziehen zu lassen, bis man es dann tatsächlich zum so-lang-ersehnten Morgenkaffee geschafft hat.

Nach einer Statistik aus 2014 (https://blog.euromonitor.com/instant-coffee-versatility-and-convenience-drive-growth/) ist es sogar so, dass mehr als 50% der Weltbevölkerung lieber zu Instantkaffee greifen, als sich einen Kaffee aus frisch gemahlenen Bohnen zuzubereiten.

So schmerzhaft es für Kaffeeblogger, -genießer und -enthusiasten auch klingen mag: Instantkaffee ist populärer als je zuvor. Doch ist er tatsächlich besser? Kann man, darf man bei dem beliebten Wunderpulver überhaupt noch von Kaffee sprechen?

Ist Instantkaffee echter Kaffee?

Die kurze schmerzhafte Antwort ist ja. Instantkaffee besteht natürlich aus Kaffeebohnen. Diese werden zuerst geröstet, anschließend gemahlen und letzten Endes gebrüht, bis sie dann eine lange Reise zum Prädikat Instant antreten müssen. An dieser Stelle werden wir dich weniger mit dem eigentlichen Prozess vom gebrühten Kaffee bis hin zum Pulver langweilen, sondern einige Unterschiede und Fakten aufzeigen, damit du selbst abwägen kannst, welcher Kaffee besser zu dir passt.

Ist heimgebrühter Kaffee besser?

Die Antwort auf diese Frage ist natürlich immer sehr subjektiv. Wir favorisieren, ganz offensichtlich, frisch gemahlene Kaffeebohnen, was aber nicht heißen soll, dass dieser zwangsläufig besser sein muss. Eben wegen dieses subjektiven Empfindens wollen wir nicht vorschnell urteilen und sagen, dass ein Kaffee besser als der andere ist. Wenn es jedoch um die Faktoren Geschmack, Koffeingehalt und geschmackvolle Öle geht, ist frisch gemahlener Kaffee definitiv der klare Sieger.

Da Instantkaffee in einem speziellen Gefriertrocknungsprozess hergestellt wird, verliert er zwangsläufig an Frische und Aroma. Als Faustregel könnte man sagen, dass der Kaffee, bis er als warmes Produkt in deiner Tasse bereit zum Verzehr ist, doppelt gebrüht wird. Falls du jemals auf die Idee gekommen bist, deinen kalten Kaffee in der Mikrowelle wieder zu erwärmen, verstehst du vermutlich, worauf das Ganze hinausläuft.

Ist Instantkaffee also zwangsläufig schlecht?

Was allerdings für Instantkaffee spricht, ist nicht von der Hand zu weisen. Er ist unsagbar einfach und schnell in der Zubereitung. Außerdem ist es beinahe unmöglich, bei der Zubereitung von Instantkaffee einen Fehler zu machen. Man benötigt heißes Wasser, eine Tasse und einen Löffel (anstatt einer Mühle, einer French Press oder einem Vollautomaten), was den Aufwand auf ein Minimum reduziert. Gleichzeitig schmeckt der Kaffee dadurch fast immer identisch, da letztendlich sehr viele Fehlerquellen einfach nicht existent sind.

Wer ist jetzt der Gewinner?

Diese Frage musst du leider für dich selbst beantworten. Doch wir geben dir natürlich ein paar Hilfen mit an die Hand. Was ganz klar ist: frisch gebrühter Kaffee ist der bessere, wenn es um das Geschmacks- und Geruchserlebnis geht. Allerdings fordert er auch etwas mehr Aufwand. Instantkaffee ist unsagbar einfach in der Handhabung, doch kann den frisch gemahlenen Bohnen in Sachen Geschmack niemals das Wasser reichen. Was du dich also fragen musst: Ist es den Aufwand wert?

Für uns ist er das definitiv. Auch wenn das Prozedere rund um den perfekten Kaffee erstmal wie eine kleine Wissenschaft erscheinen mag, kann der Vorgang schnell zu einem deiner Morgenrituale werden. Ebenso ist es, dank der zahlreichen günstigen Vollautomaten, die mittlerweile auf dem Markt sind, einfacher und schneller denn je, einen frisch gemahlenen und gebrühten Kaffee genießen zu können.

Solltest du dich also zu den 50% der Bevölkerung zählen, die bisher nur Instantkaffee in der Küche verwendet haben, solltest du dich unbedingt mal an einem frisch gemahlenen und gebrühten Kaffee versuchen.