Macchiato, Cappucino, Moccha, oder doch Latte? Die Unterschiede

Fühlt sich die Karte deines lokalen Lieblingscafés manchmal auch so an wie eine unverständliche Neuinterpretation von Goethes Faust? Natürlich übertreiben wir etwas, doch offen gesagt führen die aktuellen Cafékarten meist zu Verwirrung. Du möchtest einen einfachen Milchkaffee – bestellst du nun Latte oder Cappuccino?

Damit du dich vor dem nächsten Besuch im Café nicht mit einem Wörterbuch bewaffnen musst, erklären wir dir hier die Unterschiede zwischen den gängigen Kaffeegetränken.

Macchiato

Fangen wir mit dem Macchiato an, welcher übrigens auch oft Espresso Macchiato oder Kaffee Macchiato genannt wird.

Der Macchiato kommt mit einem weit breiteren Geschmack als die meisten anderen Kaffeegetränke daher. Einfach gesagt handelt es sich hierbei um Espresso mit Milch. Die meisten Barista haben hier ihre eigene Herangehensweise, doch als Faustregel gilt, dass die Basis ein doppelter Espresso bildet, auf welchen eine Schicht von heißer Milch gegeben wird, verfeinert mit einer Schicht von Milchschaum.

Cappuccino

Ursprünglich betitelt nach dem österreichischen „Kapuziner“, ist heutiger Espresso sehr ähnlich zum Macchiato. Dennoch spielt hier das Mengenverhältnis eine entscheidende Rolle. Beim Espresso geht es um die Perfekte Balance – 1/3 Espresso, 1/3 heiße Milch, 1/3 Milchschaum.

Oft wird dieser auch mit einer Zimtnote versehen. Viele Barista schwören hier auch auf ein leichtes Schokoladenaroma.

Wenn du den breiten Geschmack von Espresso magst, trotzdem aber denkst, dass er „zu viel des Guten“ für sich allein ist, wirst du den Cappuccino lieben. Er ist der perfekte Kompromiss zwischen einem vollmundigen, dennoch leichten Espressoaroma und sanfter, gaumenschmeichelnder Milch.

Mocha

Der ultimative Hybrid-Drink. Wenn du gerne Süßes trinkst, solltest du unbedingt Mocha probieren.

Der Mocha, manchmal auch Mochaccino oder Kaffee Mocha genannt, vereint die Aromen von Kaffee, heißer Milch und Schokolade. Das Getränk teilt viele der Charakteristika des Kaffee Latte, doch was die beiden unterscheidet ist die Schokolade.

Mocha zuzubereiten ist relativ einfach. Man nehme die Rezeptur eines Kaffee Latte und gebe etwas Schokoladensirup nach eigenem Ermessen hinzu. Um die Reihenfolge akribisch zu betiteln: Beginne mit einem Schuss Espresso, anschließend die Schokolade, dann die heiße Milch, am Ende den Milchschaum.

Latte

Hier geht es weder um Holz, noch um schlüpfrige Anspielungen. Natürlich reden wir weiterhin von Kaffee.

Scherz beiseite. Als Kurzform von „Caffe Latte“, was sich schlichtweg als „Milchkaffee“ übersetzen lässt, beschreibt sich das Getränk fast von selbst. Ein Kaffeegetränk, bei dem es voll und ganz um den seidigen weichen Milchschaum geht.

Das Mengenverhältnis bestätigt unsere Aussage: Ein doppelter Espresso gefolgt von 170-250 ml heißer Milch, veredelt mit einer äußerst dünnen Schicht von feinstem Milchschaum. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts erfreuen sich Millionen von Menschen an dem cremigen Kaffee-Milch-Genuss, den der Kaffee Latte zu bieten hat.

Es ist einer der cremigsten unserer Espresso-basierten Getränke dieser Liste und es zuzubereiten ist einfacher als gedacht. Viele Barista nutzen die hervorragende Oberflächentextur für kleine Kunstwerke, die sogenannte Latte Art. Du willst deinem Kaffee eine kreative Note verpassen? Das hier ist deine ultimative Chance. Alles was du brauchst, ist etwas Espresso, Milch und Milchschaum.

Fazit (oder: die Milch macht’s):

Wie du bestimmt schon gemerkt hast, ist die Milch meist der aufwändigere Teil all dieser Getränke. Auch wenn die Qualität der Espressobohnen unabdingbar für ein gutes Kaffeegetränk ist, nimmt die Qualität der Milch eine ebenso große Rolle ein. Heiß, kalt, aufgeschäumt, Mikroschaum – tatsächlich macht die Textur und die Temperatur einen großen Unterschied. Doch auch die Milch selbst hat großen Einfluss auf den Geschmack. Wenn du dich das nächste Mal an eines dieser Getränke wagst, probiere mal eine besondere Milch aus. Ob das für dich nun bedeutet, dass die Milch einen höheren oder niedrigeren Fettgehalt hat, direkt vom Bauern kommt oder speziell behandelt wurde, sei dahingestellt – solange du auf hochwertige Zutaten und die richtigen Mengenverhältnisse setzt, wird dein nächstes Kaffeegetränk eindeutig zum Genuss.