Wasserhärte und Kaffee – Was du wissen musst

Hartes Wasser ist meist schlecht. Das wissen vermutlich die meisten von uns. Doch hast du dich schon mal mit temporärer und permanenter Härte des Wassers beschäftigt? Genau zu wissen, mit welchem Wasser du deinen Bohnen einheizt, kann deine Barista-Künste auf das nächste Level bringen. Deshalb erklären wir dir wichtige Unterschiede, was zu beachten ist, und was du gegen hartes Wasser tun kannst.

Zunächst muss erstmal definiert werden, was „hartes Wasser“ überhaupt ist; mit der Härte wird die Anzahl bestimmter Mineralien im Wasser benannt bzw. gemessen. Genauer gesagt geht es um die Menge an Calciumcarbonat (pro Liter) im Wasser. Diese Menge bzw. dessen Proportion kann einen kritischen Einfluss auf die Qualität deines Kaffees haben. Ebenso trägt zu hartes Wasser langsam (aber beständig) dazu bei, dein Kaffee- bzw. Espresso-Equipment zu verstopfen oder gar gänzlich zu zerstören.

Wieso hartes Wasser schlecht für deinen Kaffee ist

Die besagten Mineralien binden sich zu einer seifenartigen Masse, welche es dem Brühprozess schwer machen, die perfekte Crema bilden zu können. Einen Großteil der Härte kannst du doch vorheriges Kochen des Wassers (was du ohnehin tun solltest) entfernen – hierbei spricht man von temporärer Härte. Alle Überreste der Mineralien, welche auch nach dem Kochvorgang noch im Wasser bleiben, beschreibt man als permanente Härte. Mit dieser Härte musst du zunächst leben, da du ohne weiteres (vorerst) nichts unternehmen kannst – oder etwa doch?

Der Weg zum weichen Wasser

Dein Ziel sollte es also sein, die Menge an Calciumcarbonat im Wasser zu reduzieren. Doch bevor du nun losziehst und versuchst, dein Wasser zu „säubern“, solltest du zunächst bestimmen, ob dein Wasser tatsächlich zu hart ist. Hierfür gibt es Wasserhärteteststreifen. Diese bekommst du unter anderem gratis bei einem bekannten Hersteller von Wasserfiltern. Als Faustregel gilt: Ist der Calciumcarbonatgehalt des Wassers niedriger als 1,5 Millimol je Liter, ist es weich. Ein Wert zwischen 1,5 und 2,5 gilt als „Mittel“ und alles über 2,5 Millimol je 1 Liter gilt als „hartes“ Wasser. Sollte dein Teststreifen also ein alarmierendes Ergebnis aufweisen, ist es Zeit zu handeln.

Die Maßnahmen sind jedoch denkbar einfach. Schnelle Abhilfe kannst du durch (stilles) Trinkwasser aus dem Supermarkt schaffen. Hier wird meist sogar angegeben, wie hoch der Mineraliengehalt des Wassers ist. Noch einfacher ist jedoch, wie soll es auch anders sein, ein Wasserfilter. Diese gibt es in verschiedensten Variationen und Ausführungen. Die meisten Kaffeevollautomaten haben sogar eine Vorrichtung, um einen Wasserfilter einzusetzen. Diese beseitigen durch intelligente Filterungsprozesse einen Großteil der permanenten Härte des Wassers und sorgen folglich auch für einen besseren Kaffeegenuss in deiner Küche. Solltest du Wasserfiltern gegenüber kritisch eingestellt sein, gibt es für dich eine einfache Art, die Wirksamkeit zu überprüfen. Nutze Wasserhärteteststreifen sowohl vor als auch nach dem Filterungsprozess – hier kannst du selbst herausfinden, wie Wirksam der jeweilige Wasserfilter bei deinem Wasser ist und letztendlich dann für dich selbst entscheiden, ob du dein Wasser weiterhin filtern willst, oder es schlichtweg „etwas härter“ lässt.